Es wird erwartet, dass die Rohölpreise diese Woche weiterhin sehr volatil bleiben und stark auf aktuelle Entwicklungen in Bezug auf die Lage im Nahen Osten reagieren werden.
Die Ölpreise zeigten sich die gesamte letzte Woche über bullisch und standen Anfang dieser Woche angesichts eskalierender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten unter zusätzlichem Kaufdruck. Am Dienstag näherte sich Brent-Rohöl der Marke von 111 US-Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) stabil über 115 US-Dollar notierte. Beiden Referenzwerten scheint es jedoch an Schwung zu mangeln, da die Anleger vor Ablauf der von Präsident Donald Trump gesetzten Frist bei aggressiven Geboten vorsichtig wurden.
Die Aufwärtsdynamik nahm am frühen Dienstag zu, als Präsident Trumps Frist für angedrohte Angriffe auf Teherans Infrastruktur näher rückte, nachdem der Iran einen vorgeschlagenen 45-tägigen Waffenstillstand abgelehnt hatte. Der Iran besteht auf einer dauerhaften Beendigung des Konflikts mit Garantien gegen künftige Angriffe und kontert mit eigenen 10-Punkte-Forderungen. Trump bezeichnete die Reaktion des Irans als „nicht gut genug“ und bekräftigte seine Drohungen, die Infrastruktur anzugreifen, sollte die Straße von Hormus nicht bis zu seiner Frist wieder geöffnet werden.
Unterdessen herrscht an den Rohstoffmärkten Unsicherheit über das Tempo künftiger Zinssenkungen der US-Notenbank, da steigende Ölpreise bei globalen Anlegern kurzfristige Inflationssorgen schüren. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten in dieser Woche, wobei Händler hoffen, dass diese Zahlen Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank geben werden.
Es wird erwartet, dass die Rohölpreise diese Woche weiterhin sehr volatil bleiben und empfindlich auf neue Entwicklungen in der Lage im Nahen Osten reagieren. WTI-Rohöl notiert nahe seinen Höchstständen vom März, wobei technische Indikatoren darauf hindeuten, dass der Aufwärtstrend intakt bleibt und sich fortsetzen könnte, sollten die Preise die jüngsten Höchststände durchbrechen. Ein Scheitern des Ausbruchs nach mehreren Versuchen könnte jedoch auf eine Abschwächung der Aufwärtsdynamik hindeuten. Mit Blick auf die Zukunft werden Neuigkeiten zu Trumps Iran-Politik, geopolitische Entwicklungen, US-Verbraucherpreisindexdaten und Äußerungen von Fed-Entscheidungsträgern die entscheidenden Faktoren sein, die die kurzfristigen Ölpreisbewegungen beeinflussen.
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